Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der Michailidou Digital Services I.E., Zakaria Paliashvili Street 41, 0179 Tiflis, Georgien (nachfolgend „Anbieter" oder „wir") und ihren Auftraggebern (nachfolgend „Kunde" oder „du") über die Erbringung von Performance-Marketing-Dienstleistungen, insbesondere die Bereitstellung des Performance-Agents in den Tarifen Single-Channel, Cross-Channel und Omnichannel.
(2) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden im Rahmen einer Subscription den Zugang zu einer KI-basierten Multi-Agent-Pipeline („Performance-Agent") bereit, die Kampagnen-Konzepte, Mockups, Visuals, Video-Storyboards und zugehörige Kreativ-Assets generiert.
(2) Die konkrete Leistung richtet sich nach dem gewählten Plan. Jeder Plan ist sowohl als monatliches Abonnement als auch als Jahres-Abonnement mit 17 % Preisnachlass (entspricht „zwei Monaten gratis") verfügbar:
- Single-Channel — 1.990 € / Monat oder 19.900 € / Jahr (Netto B2B): mind. 12 Kampagnen-Konzepte pro Quartal für den Channel Meta (Facebook + Instagram)
- Cross-Channel — 2.990 € / Monat oder 29.900 € / Jahr (Netto B2B): mind. 24 Kampagnen-Konzepte pro Quartal für die Channels Meta + Google Ads
- Omnichannel — 4.990 € / Monat oder 49.900 € / Jahr (Netto B2B): mind. 40 Kampagnen-Konzepte pro Quartal für die Channels Meta + Google Ads + TikTok
(3) Eine nachträgliche Erweiterung um zusätzliche Channels (z. B. YouTube, DOOH, LinkedIn) ist im Rahmen einer individuellen Vereinbarung möglich und wird gesondert vergütet.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die technische Implementierung der Pipeline jederzeit weiterzuentwickeln, solange der wesentliche Leistungsumfang erhalten bleibt.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Der Vertrag kommt durch ausdrückliche Auftragsbestätigung des Anbieters in Textform (E-Mail genügt) oder durch Beginn der Leistungserbringung nach Zahlungseingang zustande.
§ 4 Laufzeit und Kündigung
(1) Monats-Abonnement. Bei monatlicher Zahlungsweise läuft die Subscription monatlich. Der Vertrag verlängert sich automatisch um einen weiteren Monat, sofern er nicht mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende in Textform gekündigt wird.
(2) Jahres-Abonnement. Bei jährlicher Zahlungsweise beträgt die Mindestlaufzeit zwölf (12) Monate ab Vertragsbeginn. Der Vertrag verlängert sich automatisch um weitere zwölf Monate, sofern er nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Laufzeit in Textform gekündigt wird. Eine vorzeitige Kündigung der Mindestlaufzeit ist außer im Fall der außerordentlichen Kündigung (Abs. 3) und der 14-Tage-Garantie (Abs. 4) ausgeschlossen.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Zahlungsweisen unberührt.
(4) 14-Tage-Geld-zurück-Garantie für Jahres-Abonnements. Der Anbieter gewährt dem Kunden bei Erstabschluss eines Jahres-Abonnements freiwillig eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie ab Vertragsbeginn. Innerhalb dieses Zeitraums kann der Kunde durch Erklärung in Textform den Vertrag beenden und erhält die geleistete Jahresvergütung vollständig zurück.
Voraussetzung für die Garantie: Die Garantie erlischt mit dem Start des ersten Pipeline-Runs. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, an dem der Kunde oder ein von ihm bevollmächtigter Nutzer im Customer-Dashboard einen Pipeline-Run aktiv initiiert oder der Anbieter mit ausdrücklichem Auftrag des Kunden einen Run startet (technisch dokumentiert als runs.started_at im Customer-Account). Bereits aktivierte Pipeline-Läufe sind als verbrauchte Leistung anzusehen und werden nicht mehr erstattet, auch wenn das 14-Tage-Fenster zum Zeitpunkt der Erklärung formal noch läuft. Bloße Account-Einrichtung (Login, Brand-Setup, Werbekonto-Verknüpfung, Dashboard-Nutzung ohne Run) berührt die Garantie nicht.
Die Garantie ist eine vertragliche Zusage des Anbieters und stellt kein gesetzliches Widerrufsrecht im Sinne von §§ 312g, 355 BGB dar (der Vertrag richtet sich an Unternehmer, vgl. § 1 Abs. 3). Die Garantie gilt nur bei Erstabschluss; bei automatischer Verlängerung des Jahres-Abonnements (Abs. 2) entsteht kein neuer 14-Tage-Anspruch.
(5) Account-Credit nach Ablauf der 14-Tage-Garantie. Beendet der Kunde ein Jahres-Abonnement nach Ablauf der 14-Tage-Garantie außerordentlich oder durch einvernehmliche Aufhebung, erfolgt keine Geldrückerstattung der noch nicht verbrauchten Jahresvergütung. Stattdessen schreibt der Anbieter den Restbetrag als Account-Credit gut, der innerhalb von 24 Monaten für künftige Buchungen (gleicher oder anderer Plan) eingelöst werden kann. Der Account-Credit ist nicht auf Dritte übertragbar und nicht in bar auszahlbar.
(6) Optional kann ein 7-Tage-Pilot vereinbart werden. Während des Pilots kann der Vertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem gewählten Plan. Die ausgewiesenen Preise verstehen sich als Netto-Preise für unternehmerische Kunden (B2B). Da der Anbieter seinen Sitz in Georgien (Drittland außerhalb der EU) hat, erfolgt die Rechnungsstellung an Kunden mit Sitz in der EU ohne deutsche Umsatzsteuer; die Steuerschuld geht im Wege des Reverse-Charge-Verfahrens (§ 13b UStG) auf den Leistungsempfänger über. Eine etwaige Umsatzsteuerpflicht im Sitzland des Kunden bleibt unberührt.
(2) Die Vergütung ist im Voraus zur Zahlung fällig: beim Monats-Abonnement monatlich, beim Jahres-Abonnement einmalig zu Beginn der zwölfmonatigen Laufzeit. Erfolgt keine Zahlung, ruht die Leistungserbringung bis zum Zahlungseingang.
(3) Zahlungen erfolgen per Banküberweisung, Lastschriftverfahren (SEPA) oder über die im Customer-Portal angebotenen Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe).
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen.
§ 6 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Brand-Assets, Customer-Personas, Channel-Zugänge und Markenrichtlinien rechtzeitig und vollständig bereitzustellen.
(2) Insbesondere räumt der Kunde dem Anbieter Betrachter-Zugriff (lesender Zugriff) auf die zum gebuchten Plan gehörenden Werbekonten ein:
- Single-Channel: Meta Business Manager + GA4
- Cross-Channel: Meta Business Manager + Google Ads + GA4
- Omnichannel: Meta Business Manager + Google Ads + TikTok Business Manager + GA4
Der Kunde gewährt die Zugriffe selbst; eine Übermittlung von Zugangsdaten (Passwörtern) findet nicht statt.
(3) Verzögerungen, die auf fehlender oder verspäteter Mitwirkung des Kunden beruhen, gehen zu Lasten des Kunden.
§ 7 Nutzungsrechte am Output
(1) Der Anbieter überträgt dem Kunden an den im Rahmen der Subscription erstellten Konzepten, Mockups, Visuals und Video-Storyboards (nachfolgend „Output") ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes, unwiderrufliches Nutzungsrecht für die Bewerbung der eigenen Brand des Kunden.
(2) Eine Weitergabe des Outputs an Dritte oder eine Sub-Lizenzierung an Agenturen Dritter ist zulässig, soweit der Output zur Bewerbung der Brand des Kunden eingesetzt wird.
(3) Der Anbieter behält sich das Recht vor, den Output in anonymisierter Form (ohne Brand-Identifier) als Showcase im Rahmen eigener Marketing-Aktivitäten zu nutzen, sofern der Kunde dem nicht widersprochen hat.
(4) Details zur Verwendung von KI-generierten Visuals und Brand-Assets findest du in unserer Urheberrechts-Information.
§ 8 Gewährleistung
(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns. Mangels abweichender Vereinbarung schuldet er kein bestimmtes Performance-Ergebnis (z. B. ROAS, CAC, Konversionsraten).
(2) Mängel sind dem Anbieter unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung des betreffenden Outputs, in Textform anzuzeigen.
(3) Bei berechtigten Mangelanzeigen wird der Anbieter den Output kostenlos nachbessern oder neu liefern (Nacherfüllung).
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten („Kardinalpflichten") ist die Haftung des Anbieters auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 10 Vertraulichkeit
(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsdurchführung erhaltenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nur zur Erfüllung dieses Vertrages zu verwenden.
(2) Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertrages für die Dauer von drei Jahren weiter.
§ 11 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
(2) Allgemeine Datenschutzhinweise findest du in unserer Datenschutzerklärung.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Erlangen, Deutschland — soweit der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt diejenige wirksame Bestimmung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Textformerfordernisses.
§ 13 In-App-Kündigung und Konto-Löschung
(1) Kündigung über den Konto-Bereich. Der Kunde kann sein Abonnement jederzeit selbst über den Bereich „Konto" im Customer-Dashboard kündigen. Die Kündigung wird zum Ende der bereits bezahlten Abrechnungsperiode wirksam; bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der Zugang vollständig erhalten, eine weitere Zahlung fällt nicht an. Die Fristen und Mindestlaufzeiten aus § 4 bleiben unberührt.
(2) Anteilige Gutschrift. Bei Jahres-Abonnements richtet sich eine etwaige Gutschrift des nicht verbrauchten Zeitraums nach § 4 Abs. 5 (Account-Credit).
(3) Kündigung ist nicht Löschung. Die Kündigung beendet das Abonnement, lässt die im Kundenkonto gespeicherten Daten (Profil, Einstellungen, bisherige Ergebnisse) jedoch unberührt. Der Kunde kann sein Abonnement jederzeit wieder aktivieren und auf seine Daten zugreifen.
(4) Gesonderte Konto- und Datenlöschung. Möchte der Kunde sein Konto und alle zugehörigen Daten endgültig löschen lassen (Art. 17 DSGVO), steht hierfür im Konto-Bereich eine separate Funktion „Konto & Daten löschen" zur Verfügung. Mit deren Auslösung wird das Abonnement sofort beendet und die Löschung vorgemerkt; die endgültige Löschung erfolgt nach Ablauf einer Frist von 30 Tagen, innerhalb derer der Kunde die Löschung durch Reaktivierung widerrufen kann. Einzelheiten zum Löschkonzept regelt die Datenschutzerklärung. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere für Rechnungs- und Zahlungsbelege) bleiben unberührt.