Creative-Agent — Multi-Variant Ad-Pipeline
Status: Interner R&D-Build, im Beta-Use mit einem Pilot-Brand · Demo-Cases auf Anfrage Eigenes Produkt · Konzept, Architektur, Entwicklung von Alexia Michailidou Stack: TypeScript · Remotion (React-Video) · Higgsfield-MCP (Image + Video Models) · Claude-Code Multi-Agent-Pattern · React (Mockup-Templates) · Brand-Token-System
Was der Creative-Agent ist
Eine End-to-End-Pipeline, die aus einem strukturierten Briefing in ~24 Stunden ein vollständiges Performance-Creative-Set produziert: rund 15 statische Ad-Mockups in drei Aspect-Ratios (Square 1:1, Portrait 4:5, Story 9:16), ein Hero-Video mit Storyboard-getrennten Akten und 10–20 Text-Varianten — alle mit konsistenter, brand-nativer Tonalität.
Gebaut als Sparring-Partner zu klassischer Senior-Creative-Production: dort, wo eine Senior-Designer:in pro Set 40–80h investiert, schließt der Agent denselben Loop in wenigen Stunden eigener Review-Zeit und produziert dabei systematisch mehr Variant-Coverage pro Briefing.
Architektur in einem Satz
Multi-Agent-Pipeline mit Master-Worker-Pattern — ein Mastermind-Agent orchestriert strategische Entscheidungen (Persona-Bindung, Brand-Tonalität, Channel-Strategie), spezialisierte Worker-Agents führen Production-Aufgaben aus (Mockup-Render, Image-Generation, Video-Storyboard, Variant-Multiplikation).
Pipeline (8 Stages)
MARKT-ANALYSE → PERSONA-MODELLIERUNG → KONZEPT-SYNTHESE → VISUAL-PROMPT → ASSET-GENERATION → MOCKUP-RENDER → VARIANT-MULTIPLIKATION → REVIEW-GATES
Jede Stage hat einen eigenen Handler mit klarer Verantwortlichkeit, eigenem Input-Output-Schema und eigenem Review-Gate. Kein monolithisches Prompt-Spaghetti — sondern disziplinierte Stage-Trennung, sodass jede Stage einzeln debugbar, ersetzbar und auditierbar ist.
Brand-Token-System (das Herzstück)
Pro Brand ein TypeScript-File mit allen Visual-Properties: Primary/Secondary-Colors, Typography-Stack (Display + Body + Mono), CTA-Style, Photo-Style-Rules (z.B. „Subjekt-Position 0.55 vertikal", „Background-Emptiness ≤ 30%"), Channel-Icons mit Original-Brand-Farben (nicht generisch eingefärbt) und Persona-Inventar.
Das Ergebnis: derselbe Mockup-Layout sieht für Brand A und Brand B fundamental anders aus — nicht weil ein anderes Template gerendert wird, sondern weil die Brand-Tokens das gesamte visuelle Ergebnis lenken. Cross-Brand-Onboarding wird damit ein deklarativer Akt (Token-Datei schreiben), kein Code-Rewrite.
Mockup-Layer (Remotion + React)
5 Mockup-Layouts × 3 Aspect-Ratios = bis zu 15 statische Outputs pro Briefing, plus ein Video. 8 wiederverwendbare Atoms (LogoPlate, BrandedChannelIcon, StatsCard, MultiLayerCard, ProofShot, CTAShot, etc.) mit strikten Safe-Zone-Regeln: Gesichter (Mensch oder Tier) werden nie angeschnitten, CTA nie gecroppt, Whitespace-Max bei 20%, Customer-Photo-Subject-Frame mindestens 55%.
Video-Pipeline (Higgsfield-MCP + Remotion)
Drei Animation-Modes je nach Briefing:
multi_clip— 5 Akt-Videos in Sequenz, Storyboard-getrennt (Hook · Setup · Mechanism · ProofShot · CTAShot)single_clip— ein Hero-Video als durchlaufender Hintergrund über mehrere Aktestatic_photo— Spring-animiertes Hero-Foto, wenn kein Bewegtbild verfügbar
Inklusive Auto-Fallback-Chain bei fehlenden Assets: Customer-Photo → Higgsfield-Image-Edit → AI-Gen → Platzhalter.
Variant-Multiplikator
Aus einem visuellen Set werden über ein Template-Layer-System N Text-Varianten erzeugt — derselbe Mockup mit unterschiedlichen Headlines, USPs, CTAs, alle mit derselben brand-nativen Tonalität. Das vervielfacht die Output-Menge pro Briefing um Faktor 5–10 ohne neue Visual-Generation-Kosten. Genau der Hebel, der Performance-Test-Volumen ermöglicht, das Senior-Creative-Production sonst nicht liefert.
Warum ich es gebaut habe
Performance-Marketing-Teams brauchen 30+ Creative-Varianten pro Monat pro Brand, um statistisch valide Test-Volumen für iteratives Lernen zu erreichen. Klassische Senior-Creative-Production liefert davon realistisch 5–10. Diese Lücke schließen Stock-AI-Tools wie Midjourney oder Sora nicht — sie produzieren Bilder, aber keine brand-nativen, Conversion-orientierten Performance-Creatives mit konsistenter Tonalität, Channel-Logic und Variant-Coverage.
Der Creative-Agent ist mein Hands-on-Beleg, dass die Lücke mit disziplinierter Multi-Agent-Architektur und Brand-Token-Logik schließbar ist — und gleichzeitig die Pipeline-Basis für White-Label-Production-as-a-Service-Modelle mit Performance-Agenturen.
Lessons Learned
1. Multi-Agent-Pattern statt Single-Prompt. Klassisch: ein riesiger Prompt mit Brand-Briefing + Persona + Variant-Anweisung → Halluzination + inkonsistente Tonalität. Bei Multi-Agent orchestriert ein Mastermind und Workers fokussieren auf eine Aufgabe. Drastisch bessere Output-Qualität, weil jede Stage isoliert testbar wird — und das System „weiß", was es gerade tut.
2. Brand-Token-System > Style-Guide-PDFs. Ein PDF-Style-Guide ist Dokumentation. Ein TypeScript-Brand-Token-File ist Executable Truth — der Render-Code kann nicht „vergessen", die richtige Primary-Color, das richtige Display-Font oder die richtige Channel-Icon-Farbe zu nutzen. Brand-Adoption wird ein Deklarations-Akt, kein Code-Migrations-Projekt.
3. Protagonist-First gilt brand-abhängig, nicht universell. Für Brands mit emotionalen Subjekten (Kinder, Patienten, Senioren, Tiere) ist der Protagonist im Visual zentral — Menschen ohne Bezug werden zur Stock-AI-Tapete. Persona-Modellierung muss daher vor dem Visual-Prompt laufen, nicht parallel, damit der Generator das richtige Subjekt mit korrekter Photo-Composition erzeugt.
4. Variant-Multiplikator ist Template-Layer, nicht Re-Generation. Naive Lösung: für jede Variant erneut Image-Generation triggern → teuer + visuell inkonsistent. Saubere Lösung: ein Visual, N Text-Layers via Template-System → 10× Output ohne 10× Cost.
5. Master Self-Review ist nicht optional. In einem Multi-Agent-System ohne User-Review-Schleife in der Pipeline gilt: wenn der Mastermind nicht selbst Mockups und Videos prüft, bevor er sie ausliefert, wird der Endkunde zur Audit-Instanz. Das ist Pipeline-Versagen, kein Process-Detail. Self-Review-Disziplin gehört in die Stage-Gates, nicht ans Ende.
6. Channel-Branding ist Performance-Relevant. Generische graue Channel-Icons (WhatsApp, Telegram, Messenger) wirken billig und brechen Brand-Wahrnehmung. Original-Brand-Farben sind Pflicht, mit automatischer Hue-Differentiation, wenn Channel-Farbe mit Brand-Card-Farbe kollidiert — sonst verschwindet das Icon visuell.
Aktueller Status
Pipeline-Phasen 1–4 sind produktiv und End-to-End verifiziert: Mockup-Templates über alle Aspect-Ratios, Higgsfield-MCP-Integration für Image- und Video-Generation, VideoSequence mit allen drei Animation-Modes. Phase 5–6 (Stratege-Run-Skalierung + Voice-Audio-Integration) in Arbeit. Pilot-Brand im Beta-Use; weitere Pilot-Cases auf Anfrage.
Der Creative-Agent ist mein eigenes R&D-Projekt — diese Case-Story bleibt bewusst Pipeline-fokussiert. Konkrete Brand-Outputs zeige ich im Sparring-Termin. Für Performance-Creative-Production, Multi-Agent-Pipeline-Sparring oder Agentur-White-Label-Use: Lass uns sprechen.